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Shopify · Conversion

Produktfilter in Shopify richtig einrichten

Gute Filter entscheiden, ob Kunden ein Produkt finden oder den Shop verlassen. So bauen Sie sie in Shopify auf – ohne Zero-Result-Fallen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Filter kommen bei modernen Shopify-Themes nicht mehr aus dem Theme, sondern aus der kostenlosen App „Shopify Search & Discovery".
  • Shopify blendet Filter automatisch aus, wenn sie in einer Kategorie zu keinem Treffer führen würden — das verhindert leere Ergebnisseiten.
  • Tags reichen am Anfang, wachsen aber unstrukturiert. Metafelder sind die sauberere Grundlage, sobald der Katalog größer wird.
  • Auf einzelnen Landingpages können Sie Filter bewusst ganz abschalten, wenn Sie den Fokus auf wenige Produkte lenken wollen.

Warum Filter über Kauf oder Abbruch entscheiden

Wer in einem großen Sortiment nicht schnell findet, was er sucht, verlässt den Shop wieder. Filter sind deshalb kein reines Design-Thema, sondern wirken sich direkt auf die Conversion-Rate aus. Früher waren gute Filter in Shopify mühsam umzusetzen: Sie hingen an starren Theme-Einstellungen oder an einem Wildwuchs von Produkt-Tags.

Das hat sich mit „Online Store 2.0" geändert. Vor allem bei Premium-Themes wie Be Yours übernimmt heute nicht mehr das Theme die Filterlogik, sondern eine eigene Shopify-App im Hintergrund.

Filter kommen jetzt aus einer App, nicht mehr aus dem Theme

Das Theme zeigt die Filter nur noch an — die eigentliche Logik übernimmt die kostenlose Shopify-App „Search & Discovery". Sie liest Ihre Produktdaten aus, ordnet sie und liefert dem Theme fertig aufbereitete Filter. Für den Shop-Betreiber heißt das: Filter werden nicht mehr im Theme-Code gepflegt, sondern in dieser App.

So richten Sie Filter ein

Der Ablauf ist überschaubar und läuft ohne Programmierkenntnisse:

  1. Die App „Search & Discovery" im Shopify-Adminbereich installieren und aktivieren.
  2. In der App festlegen, welche Produkteigenschaften (z. B. bestehende Tags) als Filter angezeigt werden sollen — mit kundenfreundlichen Bezeichnungen.
  3. Im Theme-Editor beim Standard-Kategorie-Template die Filteranzeige im Produkt-Raster einschalten.
  4. Entscheiden, ob die Filter als Seitenleiste oder als Dropdown-Menü angezeigt werden — Dropdown eignet sich besser für Mobilgeräte.

Auto-Hiding: keine leeren Ergebnisseiten mehr

Ein häufiges Problem bei Filtern: Ein Kunde klickt einen Filter an und landet auf einer leeren Seite, weil kein Produkt in dieser Kategorie diesen Wert hat. Shopify löst das automatisch. Sie legen einen Filter-Pool fest, und das System zeigt in jeder Kategorie nur die Filter an, zu denen dort auch wirklich Produkte passen.

Gibt es zum Beispiel in der Kategorie „Socken" kein Produkt mit dem Merkmal „Material: Aluminium", taucht dieser Filter dort gar nicht erst auf. Sie müssen dafür keine separaten Kategorie-Templates mehr von Hand pflegen.

Tags oder Metafelder?

Für den Start reichen einfache Produkt-Tags aus. Mit wachsendem Sortiment zeigen sie aber eine Schwäche: Sie sind unstrukturiert. Ein Tag wie „Sommer" kann eine Saison, eine Kollektion oder einen Stil meinen — das System kann das nicht unterscheiden.

Tags

Guter Start, wächst schnell unübersichtlich
  • Schnell angelegt, kein Zusatzaufwand
  • Kein festes Format — Fehler schleichen sich leicht ein
  • Ab einigen hundert Produkten schwer zu pflegen

Praktische Empfehlung

Starten Sie mit Tags, wenn der Katalog klein ist. Sobald Sie mehrere hundert Produkte verwalten oder Farbfelder im Filter zeigen wollen, lohnt sich der Umstieg auf Metafelder.

Wann Sie Filter bewusst abschalten

Nicht jede Seite braucht Filter. Bei einer Landingpage für „Bestseller der Woche" lenken Filter eher ab, statt zu helfen — hier soll der Kunde sich auf wenige, ausgewählte Produkte konzentrieren.

Dafür duplizieren Sie im Theme-Editor das Standard-Kategorie-Template, speichern es unter einem neuen Namen (z. B. „Kategorie ohne Filter") und schalten dort die Filteranzeige aus. Dieses Template weisen Sie dann gezielt den betroffenen Sonder-Kategorien zu — der Rest des Shops filtert weiterhin ganz normal.

Solche Feinheiten in der Shop-Architektur sind genau das, was wir in der Shopentwicklung für Kunden übernehmen — von der Filterstruktur bis zur sauberen Produktdatenpflege. Mehr dazu auch unter Datenaufbereitung.

  • Filter über „Search & Discovery" App eingerichtet, nicht im Theme-Code
  • Auto-Hiding aktiv — keine leeren Ergebnisseiten mehr
  • Umstieg auf Metafelder für größere Kataloge eingeplant
  • Separates Template für filterfreie Landingpages angelegt

Brockworks OnlinemarketingSEO, Shopentwicklung und Onlinemarketing aus Witten, NRW. Wir bauen Shopify-Shops, die auch bei großen Katalogen sauber bleiben.

FAQ

Häufige Fragen

Muss ich für Filter etwas programmieren?

Nein. Die Filterlogik läuft über die kostenlose App „Search & Discovery". Einrichtung und Pflege erfolgen ohne Code direkt im Shopify-Admin.

Warum sehen Kunden mal mehr, mal weniger Filter?

Das ist Absicht: Shopify blendet Filter automatisch aus, wenn in der aktuellen Kategorie kein Produkt dazu passt. So landet niemand auf einer leeren Ergebnisseite.

Reichen Tags für immer aus?

Für kleine Sortimente ja. Ab einigen hundert Produkten lohnt sich der Umstieg auf Metafelder, da Tags unstrukturiert sind und leicht zu Fehlern führen.

Kann ich Filter auf einzelnen Seiten abschalten?

Ja. Dafür legen Sie ein zweites Kategorie-Template ohne Filter an und weisen es gezielt den gewünschten Sonder-Kategorien zu.

Filter, die wirklich zur Conversion beitragen?

Wir richten Ihre Shopify-Filterstruktur sauber ein — inklusive Metafeldern, wenn der Katalog es braucht.